Regenbogenschule
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„Warum ein Schulhund?"

...werden sich einige fragen.
Hunde - und auch viele andere Haus- und Nutztiere - können gezielt eingesetzt werden, um Kinder in ihrer gesamten Entwicklung zu unterstützen. Wenn das geschieht, spricht man von „tiergestützter Pädagogik“. Weil Hunde und Menschen schon viele tausend Jahre eng miteinander verbunden sind, eignen sich Hunde besonders gut für diesen Job.
 
Warum ein Hund besonders geeignet ist, in der Schule eingesetzt zu werden:
 
     
      1.   Ein Schulhund verbessert das Lernklima.
      2.   Ein Schulhund lehrt neue Wege im
            Umgang mit Aggressionen.
      3.   Ein Schulhund steigert
            Frustrationstoleranz und Kritikfähigkeit.
      4.   Ein Schulhund wirkt motivierend, weil er
            selbst ein guter Schüler ist.
      5.   Ein Schulhund fördert die Gemeinschaft.
      6.   Ein Schulhund ist in all seinen Reaktionen
            echt.
      7.   Ein Schulhund fördert die Sensibilität.
      8.   Ein Schulhund gibt den Schülern
            Selbstvertrauen.
      9.   Ein Schulhund vermittelt
            Verantwortungsgefühl.
    10.   Der Kontakt mit einem Schulhund kann
            auch zur Verhütung von Beißunfällen
            führen.
 
Hunde wirken besonders im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung:
Schulhunde haben eine therapeutische Wirkung, die von vielen Fachleuten - Medizinern, Psychologen und Therapeuten - anerkannt wird.
Hunde sprechen Kinder auf emotionaler Ebene an und erreichen sie mit allen Sinnen. "Alfred" hört zu, tröstet, beruhigt, macht aufmerksam und vor allem macht er Spaß!
 
Der Hund als Rudeltier fördert auch die Gemeinschaft und lehrt die Kinder Verantwortung im Umgang mit anderen Lebewesen. Er schult ihr Einfühlungsvermögen, den Umgang mit Gefühlen anderer Zwei- und Vierbeiner und bringt ihnen gewaltfreie Kommunikation näher.
Auch fällt es den Kindern leichter, leise zu sein, wenn der Hund mit seinen empfindlichen Ohren im Raum ist und dass der Boden frei von Unrat sein muss, versteht sich von selbst, denn dadurch könnte "Alfred" Schaden nehmen.
 
Grundsätzlich ist es möglich, einen Schulhund in allen Bereichen der Grundschule einzusetzen. So können beispielweise im Mathematik-Unterricht sein Futter- oder Tierarztkosten berechnet werden, im Deutsch-Unterricht können Texte über den Hund geschrieben werden, in Sachkunde dient er als Anschauungsobjekt und so weiter.
 
Damit das Projekt Schulhund gelingt, gibt es Verhaltensregeln, die mit den Kindern vor dem Kontakt besprochen werden! Natürlich ist der Hund geimpft und wird regelmäßig entwurmt und entfloht. Weiterhin gibt es einen Hygieneplan und „Alfred“ besitzt eine Haftpflichtversicherung. Alle entsprechenden Unterlagen befinden sich in der Schule und können jederzeit eingesehen werden.
 
Damit die tiergestützte Pädagogik gelingt, braucht es einen Vermittler (beim Hund ist das immer der Hundeführer/ die Hundeführerin), der auf die Kinder und den Hund gleichermaßen achtet und IMMER anwesend ist.
 
Frau Maintok hat eine eineinhalbjährige Weiterbildung zum Thema “Tiergestützte Pädagogik, Therapie und Fördermaßnahmen“ (Institut für soziales Lernen mit Tieren, Wedemark erfolgreich abgeschlossen und sich Wissen in diesem Bereich angeeignet. Weiterhin nimmt  sie regelmäßig am „Arbeitskreis Schulhund“ (siehe schulhundweb.de) teil, um Erfahrungen mit anderen Kolleginnen und Kollegen auszutauschen und die Arbeit weiter zu professionalisieren.
Die Regenbogenschule ist eine eingetragene Schule bei „schulhundweb.de“. Mittels der freiwilligen Selbstverpflichtung erklären wir uns, auf die Einhaltung von Sicherheits-, Ausbildungs- und Hygieneregeln zu achten. Die eingetragene Hundeführerin ist Frau Maintok.
 
Bei Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an Frau Maintok.
 
 
 
Else zu Besuch in der 3b
Uih, war das spannend! Im Herbst war Else, ihres Zeichen Lehrling auf Probe, zum ersten Mal in einer fremden Klasse. Die Kinder der 3b sind bereits erfahren im Umgang mit Hunden und haben der recht aufgregten Else einen ruhigen Empfang bereitet. Vielen Dank 3b!
 
Natürlich gab es einiges zu erzählen und ein Begrüßungsspiel haben wir auch gemacht. Danach war auch dieses Hundekind sehr müde und musste die neuen Eindrücke beim Mittagsschlaf verarbeiten.
 

Eure Frau Maintok

 

Sommerferien 08.2017

Eigentlich wollte mich nach dem anstrengenden Wanderurlaub zuhause erholen und auf das neue Schuljahr vorbeiten... Pustekuchen. Frau Maintok und Ihr Zweibeiner haben alles verdorben! Sie haben mich entthront! 

Direkt nach unserem Urlaub - ich hatte mich kaum eingelebt und alle Kauartikel gut versteckt - sind sie wieder zu der Frau mit den vielen Pudeln gefahren und haben eine von den kleinen Schnappschildkröten, die im April geboren worden sind, mitgenommen - in MEIN Zuhause.

Jetzt wohnt E-l-s-e bei uns! Else nervt! Immer möchte sie mit mir spielen und morgens, wenn ich noch nicht ganz wach bin, fällt sie über mich her. Sie zwickt in meine Ohren, hängt an meinen Lefzen, springt und hopst, und geht an ALLE MEINE Sachen! Sie weiß nicht einmal, dass man seine "Geschäfte" im Wald erledigt. Momentan bekommt Else gerade ihre bleibenden Zähne, so klein ist sie noch. 

Manchmal kuscheln wir aber auch zusammen und zergeln am Tau, das macht Spaß. Aber anstrengend ist so ein Hundekind schon! Immer muss ich aufpassen, damit sie keinen Unfug macht. Schließlich bin ich jetzt für einen Teil ihrer Erziehung verantwortlich. Frau Maintok meint, sie sei jetzt meine Prag... Praktikantin und vielleicht wird Else auch ein Schulhund. Ob die Kleine das schafft? 

 

Ich werde übrigens ganz offiziell ein Therapiehund! Frau Maintok und ich haben vor den Ferien still und heimlich einen Eignungstest gemacht und auch bestanden. Das war aufregend, v.a. für Frau Maintok. Die Ausbildung beginnt Ende August und dauert ein ganzes Jahr, da müssen wir richtig fleißig sein. Am Ende gibt es eine schriftliche und eine praktische Prüfung, und wenn wir die bestehen, sind wir ein richtiges Therapiehunde-Team. 

 

P.P.S.: Natürlich gibt es noch Fotos von Else, aber irgendwas stimmt mit dem Computer von Fau Maintoks Zweibeiner nicht, und deshalb klappt das mit dem Einstellen der Fotos nicht. 

Euer Alfred

Anmerkung Frau Maintok: Alfred und Else machen regelmäßig zusammen Unfug. Außerdem übertreibt Alfred maßlos in seinen Erzählungen. 

 

Lesen lernen 01.2017

Die Kinder sagen, dass ich mit meinen langen Schlappohren gut zuhören kann. ... Frau Maintok sagt, dass ich oft auf meinen Ohren sitze. Was sie wohl damit meint? ... Wo war ich in meiner Erzählung stehengeblieben? Ach ja, beim Zuhören. Das kann ich besonders gut, und deshalb habe ich für einige Wochen einem Kind aus der zweiten Klasse beim Lesen lernen geholfen. Zuerst hat mir das Kind mit Frau Maintok zusammen aus einem Hundebuch Sätze vorgelesen. Dabei haben wir auf der Couch gekuschelt. Angeblich hilft das beim Entspannen. Mich hat die krabbelnde Hand auf jeden Fall sehr entspannt, denn ich bin eingeschlafen. ;) Ich bin nämlich der einzige Mitarbeiter der Schule, der offiziell im Unterricht schlafen darf! Toll, oder?

In einer anderen Stunde hat Frau Maintok kleine Zettel mit Sätzen darauf in meinen Knotenball gesteckt. Den Ball hat das Kind dann versteckt und ich habe ihn gesucht und zurückgebracht. Ich kann nämlich apportieren, so nennt man das, wenn ein Hund Sachen wiederbringt, die die Zweibeiner vorher versteckt oder "verloren" haben. Den Knotenball habe ich dann gegen ein Leckerchen eingetauscht und das Kind konnte den Zettel wieder aus dem Ball nehmen und den Satz vorlesen. Das war schön! Ich war ganz satt und ich glaube, das Kind hatte auch Spaß dabei. 

Euer Alfred

 

Alles beim alten und doch alle neu! 09.2016

Endlich darf ich wieder mit in die Schule! Eineinhalb Monate ist es her, dass ich die Kinder von der Regenbogenschule das letzte Mal gesehen habe. Frau Maintok geht schonseit Wochen wieder zur Schule, aber ich musste immer warten, weil es „noch nicht passt“.Heute war es endlich soweit, ich durfte die neuen Kinder kennenlernen. Frau Scherbaum und Herrn Gierig kenne ich schon vom letzten Schuljahr, aber die Kinder noch nicht. In der Schule ist es nämlich so, dass vor den Sommerferien die großen Kinder gegen neue, kleinere Kinder eingetauscht werden. Wie gut, dass ich nicht mehr wachse, sonst tauschen Sie mich auch noch ein…

 

Zurück zu meinem ersten Einsatz:

Die Kinder haben ganz leise im Kreis auf mich gewartet und mich alle angeschaut. Das fühlt sich seltsam an! Habe ich etwa noch Krümel vom Frühstück im Bart oder sitzen die Locken nicht richtig? 

Damit niemand erschrickt, hat Frau Maintok mich angeleint. Sie meint, ich sei beim ersten Begrüßen noch zu stürmisch. Das ist aber auch immer aufregend und das riecht so gut in der Klasse, nach Brot, Wurst, Käse und Kindern.

Zuerst haben sich die Kinder und Frau Maintok über mich unterhalten. Währenddessen konnte ich alle in Ruhe anschauen und dann kam das Beste überhaupt! Die mutigen Kinder haben mich mit Leckerchen gefüttert, die ich ganz vorsichtig aus ihren Händen genommen habe. Ich habe auch gut aufgepasst und kein Leckerchen vergessen. Ein paar Kinder haben mich auch gestreichelt und dann war das erste Beschnuppern schon wieder vorbei.

Euer Alfred

 

Pudel-Pause mit Schulhund Alfred 10.2015

„Wo ist Alfred?“, hört man an der Regenbogenschule täglich die Kinder fragen, noch vor „Guten Morgen“. Kein Wunder, denn mit dem Charme des neuen Kollegen kann keiner mithalten. „Alfred“ ist der neue Schulhund und ein schwarzer, knapp 6 Monate alter, Kleinpudel. Seit fast drei Monaten wirbelt er Frau Maintoks Privatleben durcheinander und soll nun den Schulalltag bereichern.
 
Natürlich besucht „Alfred“ mit Frau Maintok regelmäßig die Hundeschule, damit „aus dem Kind auch etwas anständiges wird“. Dort fällt er durch gutes Sozialverhalten, seine ausgeglichene Art, seinen Arbeitseifer – vorausgesetzt das Frauchen hat die richtige Belohnung parat - und seinen Humor auf.
 
Seit den Sommerferien begleitet „Alfred“ Frau Maintok regelmäßig zur Schule und wird von den Viertklässlern während der Hausaufgabenbetreuung im Nachmittagsbereich erfolgreich eingearbeitet. Er kontrolliert ganz genau, ob auch wirklich alle Taschen verschlossen sind und nichts Interessantes auf dem Boden liegt. Wenn die Kinder leise arbeiten, kann man aus seinem Körbchen manchmal ein leises Schnarchen hören.
Auch die anderen Kinder haben „Alfred“ schon kennengelernt, denn er hat mit Frau Maintok zu Schuljahresbeginn alle Klassen besucht und sich vorgestellt. Danach war das Hundekind ganz platt und hat den restlichen Tag verschlafen!
 
Damit alle Kinder direkten Kontakt zum Schulhund aufnehmen können, gibt es die Pudel-Pause. Während der Pudel-Pause begleiten immer zwei Kinder „Alfred“ und Frau Maintok bei ihrem Spaziergang. Eine kurze und ruhige Auszeit vom turbulenten Schulalltag - Streicheln inklusive! Weiterhin wird „Alfred“ mit Frau Maintok immer wieder in einzelne Klassen hineinschnuppern und im Rahmen des Kunstprojekts werden alle Kinder die Gelegenheit haben, den Hund und die Verhaltensregeln kennenzulernen. Auf ängstliche  oder allergische Kinder wird natürlich besonders geachtet. Nach den Herbstferien wird „Alfred“ an 2-3 Tagen in der Woche in die Schule gehen, die restlichen Tage hat er frei und darf sich zuhause mit seiner Familie vom anstrengenden Schulhund-Alltag ausruhen.
 
Support:
Alfried Krupp-Schulmedienzentrum